Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es? Welcher Beruf passt zu mir? Was bedeutet eigentlich „Ausbildung zur Fachkraft Lagerlogistik“ und wie viel verdient man wann und wo?

Das sind nur einige Fragen, die die Acht- bis Zehntklässler beim Berufsorientierungstag an der Werkrealschule Hechingen erkunden konnten.

Auf Initiative von Gabi Förster von BBQ Berufliche Bildung und Qualifizierung gGmbH, stellten sich im Rahmen des Projektes BWK-Zukunftslotsen ZAK 01/25 zehn Betriebe den Schülerinnen und Schülern vor, gaben Einblicke in ihre praktische Arbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten und ließen sich gegebenenfalls Löcher in den Bauch fragen.

So boten Jaqueline Ziegler und Michael Pfister von der Firma Barth Logistikgruppe einen Einblick in die unterschiedlichen Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten, die sich hinter dem Firmennamen verbergen. Da wären neben der “Fachkraft für Lagerlogistik“ noch die „Berufskraftfahrer/in“, oder die Ausbildung für „Speditionskaufleute“ oder klassisch der „Fachlagerist“. In Kleingruppen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler außerdem, welche Ansprüche sie an eine Ausbildung haben und welche Ansprüche wiederum der Betrieb an seine Auszubildenden hat.

Im Technikraum ging es deutliche lauter zu – unter der Anleitung von Jörg Golias von Hubert Zanger GmbH wurden Steine behauen und Pflaster verlegt. Das verlangte nicht nur Muskelkraft, sondern auch ein bisschen Überwindung und Fingerspitzengefühl sowie eine Schutzbrille gegen umherfliegende Splitter. Das gehört beim „Gärtner/in in Garten- und Landschaftsbau“ dazu.  Auch von den gezeigten Arbeitsbeispielen zeigten sich die Schülerinnen und Schüler beeindruckt. Das Sahnehäubchen am Ende war das Angebot eines Praktikumsplatzes, eine Bewerbung reiche aus.

Olga Goss und Kevin Hermann von der KBF – Mobile Soziale und Pflegerische Dienste Hechingen machten auf die aktuelle Situation in der Pflege aufmerksam und darauf, was das für „Altenpflegehelfer/innen“ und „Pflegefachfrauen und –männer“ bedeutet. Neben den Aufgaben des Berufsfelds wurde auch über Verdienste und Arbeitsplatzsicherheit gesprochen. Das Beste kam zum Schluss: Unter Anleitung konnten die Schülerinnen und Schüler üben, wie man den Blutdruck richtig bestimmt. Am Ende blieb die Erkenntnis: „Die Sache hat auch ganz viel mit Medizin zu tun, oder?“

Für Buck Grünovative Gebäudetechnik kam Anita Dakic an die Schule. Begonnen bei der Kauffrau/-mann für Büromanagement über den klassischen Klempner oder Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizung- und Anlagentechnik zeigte sie den Schülerinnen und Schülern, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten können. Ganz praktisch wurde ein Kerzenhalter aus Kupferrohren und T-Stücken gebogen. Highlight war hier das Verpressen der einzelnen Elemente mit der Rohrpresszange.

Mit der Merz Maschinenfabrik war auch eines der Hechinger Traditionsunternehmen am Start. Unter der Leitung von Herrn Dieringer wurde unter anderem eine Strickmaschine vorgestellt sowie ein Gesellenstück demontiert und remontiert. Sowohl im Vortrag als auch in der anschließenden Fragerunde konnten die Schülerinnen und Schüler echte Einblicke hinter die Kulissen einer Maschinenfabrik gewinnen.

Durch Kaufland-Hausleiter Tim Arndt stellte sich das Kaufland Hechingen vor. Nicht nur mit jeder Menge Insiderwissen, sondern auch mit einer ansehnlichen Kiste Leckereien bewaffnet, wurden die Ausbildungsberufe Kauffrau/-mann im Einzelhandel sowie Verkäufer/in vorgestellt.

Die Ingenieursgesellschaft für elektronische Ausrüstung, kurz INGELA, schickte Taylor Lamschick vorbei. Unter seiner Leitung durften die Schülerinnen und Schüler einen Kleinroboter über farbige Funktionsblöcke programmieren. Das gab einen Einblick in das Berufsbild des Elektronikers für Betriebstechnik.

Aus Bodelshausen kamen Frau Wagner und Herr Mafouen von der Firma Gutbrod – Fenster und Türen vorbei. Sie brachten nicht nur Informationen, sondern vor allem auch ein echtes Fenster mit. So durften die Schülerinnen und Schüler nicht nur theoretische Einblicke gewinnen. Die Frage „Wie verglast man eigentlich Fenster?“ wurde hier experimentell beantwortet. „Natürlich macht das Spaß! Das kann man sonst nicht machen!“, fand Milot aus der 9. Klasse.

Sabrina Nübel und Marco Wohlgezogen vertraten die Maquet Cardiopulmonary Getinge . Komplexe Begriffe wie „Reinraum“ erklärten sie schülerverständlich und unterfütterten sie mit Beispielen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten ausführliche Informationen zu den Ausbildungsberufen „Fachkraft für Lagerlogistik“ sowie „Mechatroniker/in“. Praktisch wurden verschiedene Verpackungen zusammengebaut und bewertet.

Eine ganz große Freude für die anwesenden Lehrkräfte war es, eine alte Bekannte wiederzutreffen. Auszubildende Fatme Kourou kam für Dres. Höflsauer und Dr. Vees Zentrum für Zahnmedizin vorbei um die Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte vorzustellen. Richtig eindrücklich wurde die praktische Übung: Nach dem Kauen einer Tablette konnten die Schülerinnen und Schüler überprüfen, wie gut sie eigentlich im Zähneputzen sind – der Zahnbelag wurde nämlich eingefärbt und musste entfernt werden. Auch das Herstellen kleiner Andenken aus Zahnfüll-Material konnten die Schülerinnen und Schüler ausprobieren.